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Gedenkstätte für Stasiopfer will zweiten Standort

Die zentrale Stasiopfer-Gedenkstätte in Hohenschönhausen soll nach den Vorstellungen ihres Direktors Hubertus Knabe wegen Überfüllung einen zweiten Standort erhalten.

Knabe schlug das ehemalige Polizeigefängnis der DDR nahe dem Alexanderplatz vor. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wirkte leicht überrascht, sagte aber eine Prüfung der Idee zu. Fest legte er sich jedoch nicht. Zuerst müsse man alle Möglichkeiten in Erwägung ziehen, um in Hohenschönhausen die Kapazitäten zu erweitern.

Knabe sagte, die Gedenkstätte im früheren Stasi-Gefängnis stoße nach 20 Jahren an die Grenzen ihrer Besucherkapazität. Man komme auf 370.000 Besucher im Jahr und habe im Sommerhalbjahr besonders wegen der vielen Schulklassen das Limit erreicht. „Wir sind einfach voll.“ Es tue ihm „in der Seele weh“, dass jährlich 20.000 Besucher abgewiesen werden müssten.

Viele der früheren Gefangenen im Stasi-Gefängnis seien vorher im Polizeigefängnis der DDR in der Keibelstraße am Alexanderplatz eingesperrt gewesen, sagte Knabe. Das Gefängnis war im gleichen Gebäude wie das Polizeipräsidium der Volkspolizei. Heute steht das siebenstöckige ehemalige Gefängnis mit weit mehr als 100 Zellen leer.

Wowereit würdigte die 20-jährige Arbeit als wichtigen Beitrag zur „Festigung unserer Demokratie“.