Kunst

Max Liebermanns Garten originalgetreu wiederhergestellt

Das Gartenparadies des Malers Max Liebermann (1847–1935) am Wannsee ist originalgetreu wiederhergestellt worden.

Nach fast 20-jährigem Ringen um das Grundstück konnte die Max-Liebermann-Gesellschaft nun die noch fehlenden Heckengärten an der Villa anlegen. Der liebevoll gestaltete Garten hatte das gesamte Spätwerk Liebermanns geprägt und immer wieder Motive für seine Arbeit geliefert.

„200 Bilder hat Max Liebermann in seinem herrlichen Garten gemalt“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Sonntag zur Eröffnung. Der gebürtige Berliner gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen Malerei. In der Villa am Wannsee hatte er 25 Jahre lang die Sommermonate verbracht. Die Rekonstruktion des Gartens kostete 440.000 Euro, davon kamen 263.000 Euro aus dem Haushalt der Kulturstaatsministerin.

Großes privates Engagement

Durch den Zwangsverkauf an die Deutsche Reichspost im Juni 1940 war der Liebermann-Garten fast vollständig zerstört worden. Die Zusammenlegung mit dem Garten der benachbarten Villa Hamspohn hatte beide Gärten in Mitleidenschaft gezogen. Vor beiden Häusern wurden später großflächige Parkplätze angelegt, wodurch die Vorgärten grundlegend verändert wurden. Die Liebermann-Gesellschaft hatte schon zwischen 2002 und 2006 mit großem privatem Engagement den Großteil des Gartens rekonstruiert. Das fehlende Stück war seit Jahrzehnten als Weg an einen Wassersportverein verpachtet. 2012 war es dem Freundeskreis nach langen vergeblichen Bemühungen dann gelungen, das Grundstück zu übernehmen.