25 Jahre Mauerfall

Kritik an Medienpolitik

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt

Ein „gelasseneres und sachkundigeres Verhalten“ in der DDR gegenüber westlichen Hörfunk- und Fernsehprogrammen hat der Potsdamer Medienforscher Professor Helmut Hanke als „dringend angezeigt“ gefordert. In einem am 30. April 1989 zitierten Artikel von ihm aus den „Weimarer Beiträgen“ übte Hanke indirekt nachhaltige Kritik an der Medien- und Informationspolitik der DDR. So schrieb er, bürgerliche Medienkultur solle „keineswegs dämonisiert werden“. Die DDR-Medien, so Professor Hanke, müssten sich vermehrt im Wettbewerb mit den traditionellen und den neuen Medien im deutschsprachigen Raum behaupten. Das Konzept des DDR-Fernsehens könne es laut Hanke zwar nicht sein, dem internationalen Trend zu immer mehr Unterhaltung zu folgen. Wohl aber gelte es, „in allen Formen des Programms unterhaltsamer zu werden“.