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BerlinNews II

Kontrolle: Völlig maroder Reisebus aus dem Verkehr gezogen ++ Munitionssuche: Bahnstrecke nach Oranienburg bis 5. Mai gesperrt ++ Urteil: Fast fünf Jahre Haft nach Misshandlung eines Babys ++ Türkei: Olympiastadion als Wahllokal im Gespräch

Völlig maroder Reisebus aus dem Verkehr gezogen

Die Polizei hat am Rastplatz Avus Nordkurve einen Reisebus aus Schweden gestoppt. Das 30 Jahre alte Gefährt wies laut Polizei durchgerostete Rahmenteile, eine defekte Bremsanlage, eine gerissene Frontscheibe und weitere schwere Mängel auf. Zudem bestand wegen einer losen Gasflasche, mit der ein Campingkocher betrieben wurde, akute Explosionsgefahr. Der Fahrer, der 38 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren transportiert hatte, musste eine Kaution von 2500 Euro leisten, der völlig verkehrsuntüchtige Bus wurde von der Polizei sichergestellt.

Bahnstrecke nach Oranienburg bis 5. Mai gesperrt

Die Suche nach Bomben und Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Bahnhof in Oranienburg dauert länger als zunächst vorgesehen. Deshalb bleibt die S-Bahn-Strecke der Linie 1 zwischen den Bahnhöfen Birkenwerder und Oranienburg (Oberhavel) nun bis zum 5. Mai gesperrt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Fahrgäste müssen weiterhin auf Ersatzbusse ausweichen. Vom 22. bis zum 26. April wird den Angaben zufolge ein Sperrkreis von 50 bis 100 Metern um die Baustelle eingerichtet. In dieser Zeit wird es auch Einschränkungen für den Regional- und Fernbahnverkehr geben. Einzelheiten nannte die Bahn noch nicht.

Fast fünf Jahre Haft nach Misshandlung eines Babys

Ein 36 Jahre alter Vater ist nach mehreren gewalttätigen Übergriffen auf sein Baby zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Mann am Mittwoch der Misshandlung von Schutzbefohlenen sowie der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Zu einem ersten massiven Schütteln des Jungen sei es zwei bis drei Wochen nach der Geburt gekommen, stand für die Richter fest. Der Säugling war sechs Wochen alt, als er im April 2012 lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus kam.

Olympiastadion als Wahllokal im Gespräch

Das Olympiastadion könnte Schauplatz für ein Novum in den deutsch-türkischen Beziehungen werden. In dem gut 75.000 Menschen fassenden Stadion sollen die rund 140.000 in Berlin lebenden Türken bei der türkischen Präsidentschaftswahl am 10. August ihre Stimme abgeben können. Das werde in der türkischen Regierung überlegt, da der Platz in ihrer Berliner Botschaft für einen solchen Massenandrang nicht ausreichen würde, berichteten „BZ“ und „Bild“-Zeitung. Die türkische Botschaft reagierte zurückhaltend. „Da ist noch nichts entschieden, da ist noch nichts gemacht“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die Olympiastadion GmbH und der Senatssprecher lehnten eine Stellungnahme ab.