25 Jahre Mauerfall

Flucht durch die eiskalte Spree

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt

Bei einem Fluchtversuch durch die Spree nahe dem Reichstag ist am 17.April 1989 kurz nach 9 Uhr der 18 Jahre alte Schornsteinfegerlehrling Heiko Feilke aus Saßnitz von der Besatzung eines Ost-Berliner Patrouillenbootes aus dem Wasser gezogen und festgenommen worden. Feilkes gleichaltrigem Freund und Berufskollegen Andreas Keiss hingegen glückte die Flucht. Unweit des Reichstages waren die Jugendlichen ins Wasser gestiegen und schwammen in ihrer Kleidung im eisigen Wasser etwa 200 Meter unmittelbar am südlichen Ufer entlang Richtung Reichstagsgebäude, was nach Augenzeugenberichten etwa zehn Minuten dauerte. Keiss berichtete, dass ihm die Flucht wohl nur gelungen sei, weil er Sportler sei, der in der DDR bereits mehrere Juniorentitel gewonnen habe. Er konnte sich ans westliche Ufer retten, sein Begleiter aber wurde gefasst.