Justiz

Baby misshandelt – Vater zu fast fünf Jahren Haft verurteilt

Ein Vater ist nach mehreren gewalttätigen Übergriffen auf sein Baby zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.

Das Landgericht sprach den 36-Jährigen der Misshandlung von Schutzbefohlenen und der Körperverletzung schuldig. Es ist das zweite Mal, dass der Vater wegen lebensbedrohlicher Gewalt gegen seinen Sohn verurteilt wurde. Er hatte zwar die Verantwortung für die Verletzungen übernommen, jegliche Absicht aber bestritten.

Zu einem ersten massiven Schütteln des Jungen sei es bereits zwei bis drei Wochen nach der Geburt gekommen, stand für die Richter fest. Das Kind habe dabei diverse Knochenbrüche sowie eine Hirnblutung erlitten. Der Junge war sechs Wochen alt, als er nach weiteren Misshandlungen im April 2012 auf eine Intensivstation kam. Mit neurologischen Langzeitschäden sei zu rechnen, diagnostizierten die Ärzte.

Der Übergriff am Tag vor der Einlieferung des Kindes in ein Krankenhaus führte im November 2012 zu einem ersten Prozess. Der gelernte Lagerist aus Köpenick habe seinen Sohn massiv geschüttelt und geschlagen, waren die Richter damals überzeugt. Weil eine Gutachterin feststellte, dass es bereits vor dieser Tat erhebliche Gewalt gegen den Jungen gegeben haben muss, kam es zu einer weiteren Anklage.