Gewalt

Brite wegen vierfachen versuchten Mordes festgenommen

Die Berliner Polizei hat am Freitagabend in Kreuzberg einen 29-Jährigen festgenommen. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft vierfachen versuchten Mord vor.

Innerhalb weniger Tage hat der Mann aus Großbritannien mutmaßlich mehrere Männer im Kiez rund um den Lausitzer Platz mit einem Messer angegriffen.

In der Nacht zu Freitag hatte der Mann gegen 22.20 Uhr auf dem Spreewaldplatz einen 20-Jährigen zunächst nach einer Zigarette gefragt. Nachdem er sie erhalten hatte, hielt er den 20-Jährigen nach Angaben der Polizei fest und fügte ihm Schnittverletzungen mit einem unbekannten Gegenstand zu. Der junge Mann konnte sich in ein Restaurant in der Nähe retten, der Täter entfernte sich Richtung Lausitzer Platz.

Das Opfer, dessen Verletzungen ambulant behandelt wurden, erkannte den Täter am Freitagabend an der Kreuzung Skalitzer Straße Ecke Görlitzer Straße wieder, hielt ihn mithilfe von Passanten fest und alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, besprühte der Brite sie mit Pfefferspray und drohte mit einem Messer. Kurz nach der Festnahme habe sich ein weiterer Mann gemeldet, so die Polizei. Auch er sei am Lausitzer Platz von dem Briten mit einem Messer angegriffen worden.

Nach weiteren Ermittlungen verdächtigt die Polizei den Briten außerdem, am 4. April einen Mann in der Wrangelstraße lebensgefährlich verletzt zu haben. Passanten hatten den Schwerverletzten am frühen Morgen auf dem Gehweg gefunden. Auch am 6. April soll er einen Mann an der Skalitzer Straße mit einem Messer verletzt haben. In diesen beiden Fällen ermittelt bereits eine Mordkommission. Der 29 Jahre alte Brite sollte am Sonnabend einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.