Charity

Nach Afrika reisen für den guten Zweck

„Cookie“ und Thomas Steinle helfen Waisen in Tansania

Heinz Gindullis alias „Cookie“ ist ein glücklicher Mensch. Er hat nicht nur einen Club und zwei Restaurants, die er mit viel Enthusiasmus betreibt, sondern außerdem zwei entzückende Kleinkinder. Doch ab kommenden Donnerstag ist er wieder bei „seinen“ anderen Kindern. Er wird mit ihnen spielen und Fotos machen, mit ihnen zu Mittag essen und vorher kleine Überraschungen verteilen. Die Kinder, die Heinz Gindullis in der nächsten Woche gemeinsam mit dem Unternehmer Thomas Steinle in Mbigili, einem Dorf im Süden von Tansania, besucht, haben keine Eltern mehr. Sie sind zum größten Teil Aids-Waisen und leben im „Amani Waisenhaus“, einer Einrichtung, die die beiden Männer seit fünf Jahren unterstützen.

Um nicht nur Geld zu sammeln, sondern dem Projekt ein solides Fundament zu geben, gründeten die beiden Freunde „Charity at“ (www.charityat.com), eine GmbH, die mit ihren Veranstaltungen nun ganz offiziell das Amani-Kinderdorf unterstützt. Dabei, so versprechen die Gründer, versickert kein einziger Euro in der Verwaltung. „Jeder Betrag kommt zu hundert Prozent in Mbigili an“, sagt Steinle, „mit dem Geld konnten wir schon viel ausrichten.“ Statt 25 Kindern leben nun schon 65 Jungen und Mädchen im Alter zwischen einem und 15 Jahren in den sechs Häusern der Amani-Anlage. Jedes Haus wird von einer „Hausmama“ betreut, einer Einheimischen, die wiederum wie ihre Kinder von Kinderpsychologen der Universität Konstanz beraten wird. „Ziel ist es, dass sich die Bewohner des Dorfes später selber versorgen können“, erklärt Steinle. Deshalb wurde mithilfe des Geldes von „Charity at“ auch schon sehr früh eine Solaranlage zur Stromgewinnung installiert. Ein nächstes Ziel könnte eine Biogasanlage sein. Und auch der Brunnen des Dorfes musste an die neuen Begebenheiten angepasst werden. Nach einem Spendendinner war er dann dreimal so tief.