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Sozialer Justizdienst

Aufgaben Bewährungshelfer unterstützen Straftäter auf dem Weg in ein straffreies und sozial integriertes Leben. Zu ihren Probanden gehören Täter, deren Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde oder die vorzeitig aus der Haft entlassen wurden. Außerdem nehmen Bewährungshelfer die sogenannte Führungsaufsicht wahr, die für Straftäter angeordnet wird, die ihre Haft voll verbüßen. Die Probanden besuchen ihren Bewährungshelfer mindestens zwei Jahre lang einmal im Monat in seiner Sprechstunde. Einmal besucht der Bewährungshelfer den ehemaligen Gefangenen zu Hause.

Statistik Bei den Sozialen Diensten der Justiz arbeiten 115 Bewährungshelfer. Sie betreuen 7120 Probanden. Die Rückfallquote in die erneute Straffälligkeit beträgt seit Jahren rund 26 Prozent. Bei neun Prozent wird die Bewährung aus anderen Gründen widerrufen, etwa weil vom Gericht angeordnete Auflagen und Weisungen nicht befolgt werden oder der Proband den Kontakt zum Bewährungshelfer abgebrochen hat. Körperliche Übergriffe auf Bewährungshelfer hat es in Berlin noch nicht gegeben. Allerdings werden Bewährungshelfer manchmal beschimpft und bedroht.