Parteien

3. Der Aufräumer

Ulrich Nußbaum (für SPD), Senator für Finanzen

Der Finanzsenator läuft beständig im Vorderfeld, seit er 2009 aus Bremen nach Berlin kam. Unter den Bürgern ist der parteilose Nachfolger von Thilo Sarrazin ohnehin seit Langem der beliebteste der Spitzenpolitiker. Wer als Finanzsenator einen satten Überschuss in seinem Haushalt abliefert und es schafft, die Ausgaben einigermaßen zu begrenzen, der hat schon mal vieles richtig gemacht. Aber allein ordentliche Zahlen reichen einem ambitionierten Unternehmer wie dem 56 Jahre alten Nußbaum nicht. Er geht keinem Streit aus dem Weg, um alte Netzwerke in den landeseigenen Betrieben zu beseitigen. Die diversen Affären und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in den Chefetagen machen einen Bedarf an Erneuerung sichtbar. Mit Verve stürzt sich der von der SPD gestellte Senator auch auf das ihm zunächst fremde Thema der Rekommunalisierung. Sein Verhandlungsergebnis für den Rückkauf der Wasserbetriebe wird unter Experten als gut bewertet, da zahlt sich seine Erfahrung mit Millionendeals aus. Nun hat er die Themen Stadtwerke und Energie für sich als neues unternehmerisches Feld entdeckt.