Parteien

6. Die Forsche

Cornelia Yzer (CDU), Senatorin für Wirtschaft

Angetreten war Cornelia Yzer mit großen Vorschusslorbeeren. Sie stieg 2012 auf der Position der Wirtschaftssenatorin für die CDU als Nachfolgerin von Sybille von Obernitz ins Rennen ein. Ihre Partei war froh, mit der langjährigen Chefin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller eine gut vernetzte Wirtschaftsfrau gefunden zu haben. Die 52-Jährige legte forsch los. Sie löste die Knoten, die eine Fusion von Berlin Partner und Technologiestiftung in der Wirtschaftsförderung verhinderten. Sie kündigte an, den industriepolitischen Dialog an konkreten Zielen und Vorgaben auszurichten. Unternehmer berichten von einem offenen Ohr, das die Senatorin für sie habe, wenn sie Ärger bei Grundstücksvorgaben oder Verwaltungsakten haben. Nach starkem Start fiel Yzer jedoch etwas zurück. Sie scheiterte mit dem Versuch, die Geschäftsführung der Messegesellschaft anders zu besetzen. In der Berliner Wirtschaft reden manche seitdem schlecht über die frühere Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. Mit dem Rauswurf des Chefs der Investitionsbank hat Yzer jedoch ihren ungebrochenen Kampfgeist bewiesen.