Initiative

Zeitungspaten für Schulen gesucht

Schon 300 Abos für Bildungsaktion der Berliner Morgenpost gespendet

Schüler, die sich über das Nachrichtengeschehen informieren, haben eine höhere Allgemeinbildung – und können im Unterricht besser mitreden. Solche Kompetenzen will die Zeitungspatenaktion der Berliner Morgenpost fördern. Und das funktioniert so: Bildungspaten stiften Abos für Grund- und Oberschulen, die Zeitung richtet auf Wunsch komfortable Lese-ecken mit Sitzkissen oder -bananen ein.

Insgesamt haben Groß- und Einzelspender schon knapp 300 Zeitungsabos gestiftet, die an 48 Grund- und Oberschulen ausliegen. Eine davon ist das Carl-Friedrich-von-Siemens-Gymnasium in Spandau. Schulleiter Michael Pohl findet es wichtig, dass Schüler über das Nachrichtengeschehen informiert sind: „Seit über 30 Jahren unterrichte ich das Fach Politikwissenschaft. Zu den Themen Wirtschaft, EU, politisches System Deutschlands oder Globalisierung greife ich regelmäßig auf Zeitungsartikel zurück. Sie zeigen den Alltag hinter den vermeintlich trockenen, so entfernt scheinenden Problemen. Der größte Teil meiner Abiturvorschläge hatte Zeitungsartikel als Materialgrundlage. Die Orientierung in der Welt, Faktenkenntnisse und Meinungsbildung sind in meinem Fach ohne Zeitungslektüre nicht zu erlangen.“

Chefredakteur Carsten Erdmann freut sich über die positive Resonanz auf die Bildungsinitiative der Berliner Morgenpost. Und er verspricht allen, die sich für mehr Lesekompetenz engagieren: „Jedes gespendete Zeitungsabo wird umgehend interessierten Schulen zur Verfügung gestellt.“

Damit noch mehr Schulen von der Aktion profitieren können, sind weitere Spender gefragt. Machen auch Sie mit, fördern Sie die Lesefähigkeit der Schüler, indem Sie die Initiative unterstützen und ein oder mehrere Abos spenden!

Wie Sie Pate werden können, erfahren Sie telefonisch unter der Telefonnummer 030/25 91-747 41. Oder aber Sie senden eine E-Mail an die Adresse patenschaftsabos@morgenpost.de. Auch Schulen, die an Zeitungen und/oder der Ausstattung einer Leseecke interessiert sind, können sich hier informieren. Zur Auswahl stehen Sitzmöbel in verschiedenen Formen – damit sich die Schüler ganz entspannt der Nachrichtenlektüre widmen können.

Schon seit vielen Jahren ist die Berliner Morgenpost an Schulen präsent – im Rahmen des Projektes „Schüler machen Medien“, an dem jährlich rund 350 Schulklassen teilnehmen. Sie erhalten dabei über mehrere Wochen die Zeitung direkt in der Schule, können die Redaktion besuchen. Für die Lehrer gibt es medienpädagogisches Material mit vielen Vorschlägen, wie sich das Thema Medien im Deutschunterricht aufgreifen lässt.

Die Projektschüler sind eingeladen, eigene Artikel zu Themen ihrer Wahl zu schreiben. Ihre Beiträge erscheinen montags auf der Seite „Schüler machen Medien“ und/oder im Internet. Die neue Zeitungspatenaktion ergänzt „Schüler machen Medien“: So können Kinder und Jugendliche auch über einen Projektzeitraum hinaus ganzjährig das Nachrichtengeschehen verfolgen. „Schülerinnen und Schüler machen die Erfahrung, plötzlich mitreden zu können“, sagt Journalistik-Professor Günther Rager, der das Morgenpost-Projekt wissenschaftlich begleitet.