25 Jahre Mauerfall

Schüsse auf drei Flüchtlinge

DDR-Grenzposten haben am Nachmittag des 10. März 1989 an den Sperranlagen in Staaken die Flucht von drei jungen Männern nach West-Berlin durch Schüsse verhindert.

Wie Augenzeugen berichteten, hatten die Flüchtenden gegen 16.30 Uhr versucht, die Demarkationslinie in der Nähe des Brunsbütteler Damms zu überwinden. Grenzposten gaben mehrere Schüsse ab und führten kurz darauf eine humpelnde und blutende Person ab. Augenzeugen erinnerten sich, drei Schüsse und den Ruf der Grenzer „Halt! Stehenbleiben!“ gehört zu haben. Sie sahen im Todesstreifen drei Männer im Alter von 25 bis 35 Jahren in weißgrauen Overalls. Zwei der Flüchtlinge hätten bereits unmittelbar vor der Mauer nach West-Berlin gestanden. Nach etwa zehn Minuten seien die drei Männer laut Aussage der Zeugen mit einem Militärfahrzeug abtransportiert worden.