Garten

Anette von Nayhauß freut sich über jeden Grashalm

Der Frühling kommt: Vier Morgenpost-Redakteurinnen erzählen von ihren Gärten. Am Freitag beantwortet Expertin Gabriella Pape Leser-Fragen

Drei fußballbegeisterte Söhne. Die Familie, von der wir das kleine Haus übernahmen, hatte lange versucht, aus der Sandwüste im Garten eine Rasenfläche zu machen. Aber beim Ballspielen traten die drei Jungs alle Versuche, Gras auszusäen, platt. Vor zwölf Jahren zogen sie aus. Seitdem kämpfen wir um jeden Grashalm und gegen das Moos.

Leicht macht es uns der Garten nicht: Sechs alte Eichen auf 500 Quadratmetern, da kommt nicht viel Licht auf den Boden. Der erste Versuch mit ein paar Tüten Gartenerde und Rasensamen vom Discounter brachte uns viele dankbare Vögel und einige müde Grashalme, die einem jeden Schritt in den Garten übel nahmen. Im Jahr darauf rüsteten wir auf: Trittfester Schattenrasen aus dem Gartencenter. Vertikutierer. Bodenverbesserer. Und Dünger. Ich war überrascht, wie viel Geld man für Rasen ausgeben kann.

Die Nachbarn rieten ab: „Wir haben schönes Moos, ist auch grün“, sagte der Familienvater von nebenan. Aber uns hatte der Ehrgeiz gepackt, geradezu verbissen vertikutierten und düngten wir, säten und wässerten. Und fragten uns, wann genau wir zum Rasenspießer geworden waren. Andererseits: Im Sommer dem Schattenspiel der Eichenblätter auf dem hellgrünen Rasen zuzusehen, hat geradezu etwas Magisches.

Inzwischen gucke ich dabei allerdings immer häufiger auf Klee, Moos und jede Menge anderes Grünzeug, dessen Namen ich nicht einmal kenne. Man müsste mal wieder vertikutieren. Nachsäen. Düngen. Ich muss oft an unseren längst weggezogenen Nachbarn denken: Moos ist eigentlich wirklich schön grün.

Oder gibt es etwas, das zuverlässig gegen Unkraut und Moos im Rasen hilft?