Verbraucher

Preise für Berlins Trinkwasser werden um 15 Prozent gesenkt

Der Preis für das Berliner Trinkwasser wird um 15 Prozent gesenkt.

Die Reduzierung gilt für 2014 und 2015. Das beschloss der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe in seiner ersten Sitzung nach dem Rückkauf durch das Land am Mittwoch. Damit kostet ein Kubikmeter Wasser seit dem 1. Januar dieses Jahres 1,813 Euro statt 2,169 Euro. Die Grundpreise bleiben unverändert. Auch die Gutschriften für die vergangenen zwei Jahre bleiben endgültig, nachdem das Oberlandesgericht Düsseldorf die Preissenkungsverfügung gegen die Berliner Wasserbetriebe für rechtmäßig erklärt hat.

Zudem hat der neue Aufsichtsrat unter Vorsitz des Finanzsenators Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) die Gründung der Berliner Stadtwerke unter dem Dach der Wasserbetriebe beschlossen, so wie es der Beschluss des Abgeordnetenhauses vom Oktober 2013 vorsah. Die Stadtwerke sollen sich um Energiedienstleistungen für Unternehmen und um Investitionen in den Ökostrom aus der Region kümmern. Geprüft wird die Errichtung von Windrädern auf den Rieselfeldern der Berliner Stadtgüter.

Die Senkung der Tarife für das Trinkwasser sei eine gute Nachricht für die Unternehmen, sagte IHK-Geschäftsführer Jan Eder. Um langfristig anderen Wirtschaftsstandorten auf Augenhöhe begegnen zu können, müssten jedoch in einem nächsten Schritt auch die Abwasserpreise gesenkt werden, so Eder.

Auch die Linkspartei fordert, dass der Senat nun die Abwasserpreise ebenfalls dauerhaft senkt. Für die Parlamentssitzung am Donnerstag hat die Linksfraktion dazu eine Aktuelle Stunde beantragt. „Die Trickserei mit einem jährlich aufs Neue generös verkündeten, aber viel zu geringen Gewinnverzicht des Eigentümers Land Berlin muss beendet werden“, sagte der rechtspolitische Sprecher der Linkspartei, Klaus Lederer.