Unfall

Zwei Luftkissen für einen Gefangenentransporter

In Kreuzberg hat es am Dienstagmorgen erhebliche Verkehrsbehinderungen gegeben, nachdem ein Gefangenentransporter der Polizei bei einem Unfall umgekippt ist.

Vier Menschen wurden dabei leicht verletzt. Der Transporter war gegen 6 Uhr an der Kreuzung Mehringdamm Ecke Tempelhofer Ufer beim Linksabbiegen mit einem entgegenkommenden Renault zusammengestoßen, der in Richtung Waterloo-Ufer unterwegs war. Der Aufprall war so stark, dass der Transporter ins Schleudern geriet, kippte und auf der rechten Seite liegen blieb.

Ein 49-Jähriger, der in einer Einzelzelle in dem Transporter mit Blaulicht zur Gefangenensammelstelle der Polizei nach Tempelhof gebracht werden sollte, konnte von der Feuerwehr erst befreit werden, als die Rettungskräfte den Wagen wieder aufgerichtet hatten – denn der Transporter lag auf der seitlichen Schiebetür. Der Mann war wegen häuslicher Gewalt festgenommen worden und hatte danach noch Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten geleistet. Ihm sollte in der Sammelstelle Blut abgenommen werden, weil der Verdacht bestand, er könne betrunken sein. Nach dem Unfall kam der Mann mit leichten Verletzungen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Dort wurde ihm laut Polizei die Blutprobe entnommen.

Fahrer und Beifahrer des Gefangenentransportes wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Ebenso wie der 31 Jahre alte Fahrer des Renaults konnten die beiden Polizeimitarbeiter das Krankenhaus aber bereits nach ambulanter Versorgung wieder verlassen. Wegen der umständlichen Rettungsarbeiten und der Ermittlungen zum Unfallhergang war der Mehringdamm zwischen Tempelhofer Ufer und Blücherstraße bis kurz vor 11 Uhr vollständig gesperrt. Für die Unfallaufnahme setzte die Polizei auch eine Verkehrsdrohne ein, die aus der Luft Bilder vom Unfallort machte. Die örtliche Polizeidirektion übernahm die Ermittlungen.