25 Jahre Mauerfall

Verstöße gegen Menschenrechte

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt

Eine wachsende Zahl von Menschenrechtsverstößen registrierte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM). Nach der am 5. März 1989 veröffentlichten Einschätzung von IGfM-Präsident Iwan Agrusow hat die Gesellschaft im Jahr 1988 eine wachsende Zahl von Menschenrechtsverstößen in Ost-Berlin und der DDR registriert. Trotz einer Amnestie im Herbst 1987 gebe es immer noch 2000 politische Gefangene. Auch habe die neue Ausreiseverordnung die Reisemöglichkeiten für Ost-Berliner und DDR-Bürger „drastisch reglementiert und erschwert“. Die Menschenrechtssituation in der Sowjetunion hingegen bezeichnete der IGfM-Chef als „hoffnungsvoll und ermutigend“. Zwar gebe es in der UdSSR unverändert schwere Menschenrechtsverletzungen, doch die „Abkehr von der absoluten Gewaltpolitik der vergangenen Jahre“ lasse auf eine bessere Zukunft hoffen.