Sprengkörper

Spaziergänger findet Bombe in Zehlendorfer Park

Ein Spaziergänger hat am Sonnabend in einem Park in Zehlendorf eine offen herumliegende Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Die Polizei ging davon aus, dass Unbekannte den aus Großbritannien stammenden Sprengkörper am Rande eines Weges im Heinrich-Laehr-Park deponierten. Die Bombe mit einer Länge von 50 und einem Durchmesser von zwölf Zentimetern hatte noch einen intakten Zünder. Solange der weiße Phosphor im Innern nicht mit Sauerstoff in Berührung komme, gebe es keine Explosion, hieß es. Sprengstoffexperten untersuchten die Bombe noch vor Ort und brachten sie dann zum Sprengplatz Grunewald, wo sie kontrolliert gesprengt werden soll. Während des Einsatzes wurde der Heinrich-Laehr-Park im Umkreis von 50 Metern vorsorglich abgesperrt. Die Sperrung dauerte von 11 bis 13 Uhr.

Der Fall ist insofern ungewöhnlich, als Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg meistens unterirdisch entdeckt werden, etwa wenn an der Fundstelle Bauarbeiten stattfinden. Die Ermittler interessiert nun, wer die Bombe in dem Park abgelegt haben könnte. Unklar ist auch, wie lange die Bombe dort schon lag. „Man kann hier aber erst einmal nicht von einer Straftat ausgehen“, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonnabend. Es sei möglich, dass die Entdecker nicht erkannt hätten, was sie in den Händen halten. „Wenn sie gewusst hätten, um was es sich handelt, hätten sie die Bombe wohl nicht bewegt.“ Vorstellbar sei auch, dass sie den Sprengkörper abgelegt hätten, als sie ihn als solchen erkannten. Die Bombe habe aber nicht die typische Form, sondern sehe aus wie ein Rohr mit Aufsetzer. „Außerdem ist sie durch und durch verrostet“, sagte der Polizeisprecher weiter.