25 Jahre Mauerfall

Fluchthelfer vor Gericht

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt

Drei Fluchthelfer stehen in Potsdam vor Gericht. Das meldet die DDR-Nachrichtenagentur ADN am 21. Februar. Michael M. und Marino B. aus Westberlin und Paul B. aus Westdeutschland waren im November 1988 von der DDR-Polizei festgenommen worden, als sie versucht hatten, „subversive Straftaten gegen die DDR zu begehen“, so der Wortlaut der Meldung. Außerdem wird Michael M. und Marino B. vorgeworfen, in der Vergangenheit „maßgeblich an ungesetzlichen Grenzübertritten und anderen Provokationen an der Staatsgrenze der DDR von Berlin (West) aus“ beteiligt gewesen zu sein. Das Kreisgericht in Potsdam entscheidet nun über das Strafmaß. Lebenslange Freiheitsstrafen sind bei Fluchthilfe nicht selten. Das SED-Regime versucht mit allen Mitteln, Fluchthilfe zu verfolgen. Es schreckt auch vor Mordanschlägen auf Fluchthelfer nicht zurück.