Untersuchung

Panne bei Rockermord: Berliner Polizei leitet interne Prüfung ein

Die Berliner Polizei hat wegen einer Panne im Zusammenhang mit dem Mord in der Rockerszene eine interne Untersuchung eingeleitet.

Dabei soll geklärt werden, warum das spätere Mordopfer von der Polizei im November 2013 nicht gewarnt wurde, obwohl im zuständigen Kommissariat bekannt war, dass der Mann sich in Berlin aufhielt. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Außerdem soll ermittelt werden, warum der Chef des Landeskriminalamtes (LKA), Christian Steiof, vor einer Pressekonferenz zu dem Thema von seiner zuständigen Abteilung falsch informiert wurde. Auch Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte kürzlich dringend Aufklärung verlangt.

Am 10. Januar war der 26-jährige ehemalige Rocker Tahir Ö. in einem Wettspielcafé in Wedding vor mehreren Überwachungskameras erschossen worden. Die Berliner Polizei nahm bisher zehn Verdächtige der Rockergruppe Hells Angels fest. Der Mord war nach Einschätzung der Polizei die Rache für eine Schlägerei im Oktober, bei der ein Hells-Angels-Rocker vor einer Diskothek verletzt worden war.