25 Jahre Mauerfall

Stasi kontrolliert Transitstrecke

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt

Auf den Transitstrecken von und nach Berlin rollten immer mehr Autos. Am 16. Februar 1989 teilte der Senator für Bundesangelegenheiten, Ludwig A. Rehlinger, die neuen Zahlen mit: 1988 nutzten mehr als 26,9 Millionen Reisende die Transitautobahnen durch die DDR, 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Fahrzeuge steigerte sich um 8,6 Prozent auf 7,8 Millionen. Es sei ein wichtiger Schritt zur weiteren Normalisierung, wenn ein so großes Verkehrsaufkommen „unproblematisch und im Wesentlichen reibungslos“ im Transit abgewickelt werde, so der Senator. Die Reisenden durften die Strecken nicht verlassen und sich nur kurz an Tankstellen oder Rastplätzen aufhalten. Kontakt zu DDR-Bürgern war untersagt. Stasi-Mitarbeiter patrouillierten in Zivilfahrzeugen, zum Teil mit Westkennzeichen als Tarnung.