Ratgeber

Wichtige Fragen und Antworten zum Schulwechsel

Wo und wann müssen die Schüler angemeldet werden?

Der Anmeldezeitraum für den Übergang in die Jahrgangsstufe 7 an weiterführenden Schulen ist vom 12. bis 25. Februar. Eltern melden ihr Kind in der zuerst gewünschten Schule an. Dort können sie auf dem Anmeldebogen auch einen Zweit- und Drittwunsch angeben. Bei der Anmeldung muss die Förderprognose der Grundschule vorgelegt werden.

Welche Besonderheiten gelten beim Übergang in die 5. Klasse einer weiterführenden Schule?

Für den Übergang an grundständige Gymnasien ab der 5. Klasse gilt der Anmeldezeitraum 3. bis 12. März. Für Klassen mit Aufnahmetests haben die Eltern nur bis 6. März für die Anmeldung Zeit.

Was passiert, wenn die Nachfrage größer ist als die Zahl der Plätze?

Gibt es eine ausreichende Zahl von Schulplätzen für die vorliegenden Anmeldungen, wird das Kind an der gewünschten Schule aufgenommen. Wenn nicht, führt die Schule eine Auswahl nach besonderen Regeln durch. Kriterien sind die Durchschnittsnote der Förderprognose; besondere Kompetenzen der Schüler, die dem Schulprofil entsprechen; profilbezogene einheitliche Tests in schriftlicher oder mündlicher Form.

Haben Geschwisterkinder bei stark nachgefragten Schulen Vorrang?

Das Schulgesetz ist dahingehend geändert worden, dass Geschwisterkinder Vorrang haben. Besonders nachgefragte Schulen müssen zehn Prozent der Schulplätze an Härtefälle vergeben. Dazu gehören Geschwisterkinder, aber auch Kinder, die wegen einer Erkrankung eine Schule in der Nähe ihres Wohnortes brauchen.

Hat man das Recht auf einen Schulplatz im Wohnbezirk?

Bei den Zweit- und Drittwünschen müssen die Bezirksämter die bezirkseigenen Schüler bevorzugt berücksichtigen. Das steht in der Änderung des Schulgesetzes, das in den kommenden Tagen im Abgeordnetenhaus abgestimmt wird. Vor allem der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hatte auf diese Regelung gedrängt, da sich an den beliebten Sekundarschulen besonders viele Schüler aus anderen Bezirken bewerben und bezirkseigene Kinder bisher das Nachsehen hatten.

Wann erhalten die Schüler den Bescheid vom Bezirksamt?

Bis spätestens Ende Mai erfahren die Eltern, wo ihr Kind angenommen wurde. Sollte es an keiner der drei Wunschschulen einen Platz bekommen, muss das Schulamt bis zum 4. Juni einen Ersatzplatz in der gewünschten Schulart vorschlagen.

Was können Eltern tun, wenn sie mit der Zuweisung an eine Schule nicht zufrieden sind?

Die Eltern können sich selbst auf die Suche nach einem Schulplatz für ihr Kind machen, und zwar überall in der Stadt. Sie können aber auch noch einmal mit dem zuständigen Bezirksamt Kontakt aufnehmen und um eine andere Lösung bitten.

Was ist zu beachten, wenn Eltern ihr Kind an einer privaten Schule anmelden möchten?

Die Eltern sollten das Kind unbedingt parallel an einer staatlichen Schule anmelden und auch zwei weitere staatliche Wunschschulen angeben. Sie sollten deshalb nicht die originale Förderprognose bei der Privatschule abgeben, sondern nur eine Kopie. Die Privatschule meldet dann dem Schulamt, wenn der Schüler dort einen Platz bekommen hat.

Wo bekommen Eltern weitere Informationen?

Oft sind die Schulporträts der Schulen im Internet hilfreich.