Gespräch

Ringen um Lösung im Budenstreit an der Gedächtniskirche

Sie verkaufen seit 15 Jahren Currywurst oder Andenken – doch vielen sind die Buden vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein Dorn im Auge.

Im Streit um die Stände gab es am Montag ein Gespräch mit Stadtrat Marc Schulte (SPD), und Pfarrer Martin Germer von der Gedächtniskirche. Doch weder Schulte noch Germer wollten über das Ergebnis sprechen. „Es gibt einen Lösungsvorschlag, den wir jetzt mit den Markthändlern diskutieren“, sagte Pfarrer Germer.

Denn laut Vertrag mit dem Verein der Freunde der Gedächtniskirche dürfen die Händler bis zum Ende der Sanierungsarbeiten am Alten Turm auf dem Podest bleiben. Doch das Ende der Arbeiten verzögert sich laut Germer vermutlich bis zum Sommer. „Das ist uns zu lange“, sagte Stadtrat Schulte. Die Kirche habe bereits eine Zusage gemacht, dass der Markt im Januar verschwunden sei. Nun habe Schulte einen zeitlichen Kompromissvorschlag gemacht. Pfarrer Germer ist in einer schwierigen Lage: Er begrüßt eine Neugestaltung des Platzes, aber die Standgebühren der Händler sind eine wichtige Einnahmequelle für die Kirche, die das Geld zur Reinigung des Platzes einsetzt.

Marktleiter Mohamed El Genedy betonte am Montag, dass der Vertrag bis zum vollständigen Abbau des Gerüstes gültig sei. Dennoch sei er kompromissbereit. So könne er sich vorstellen, dass die Händler mit mobilen Ständen an den Rand des Platzes rücken könnten.