Grenzkriminalität

Innenminister will um neue Polizisten in Polen werben

Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) will einem Zeitungsbericht zufolge in Polen um Polizeianwärter werben.

„Als EU-Ausländer dürfen polnische Staatsbürger auch bei uns Beamte werden“, sagte Holzschuher der in Cottbus erscheinenden „Lausitzer Rundschau“.

„Mit ihren Sprachkenntnissen sind sie uns gerade in der Bekämpfung der Grenzkriminalität sehr hilfreich.“ Allerdings müssten auch diese Bewerber „die deutsche Ausbildung absolvieren und über hinreichende Deutschkenntnisse verfügen“, betonte der SPD-Politiker, der das Amts erst vor Kurzem vom heutigen brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke übernahm. Holzschuher kündigte zugleich an, sich mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) über eine mögliche Verstärkung der Hinterlandkontrollen unterhalten zu wollen.

Der Innenminister kündigte zudem an, an der Fachhochschule der Brandenburger Polizei künftig 275 Polizeianwärter pro Jahr auszubilden. Das sei die höchste Ausbildungszahl seit 1995. Zudem soll die Zahl der im aktiven Polizeidienst befindlichen Beamten künftig 7800 betragen. Als das Land vor zwei Jahren seine umstrittene Polizeireform begann, ging man von nur noch 7000 Beamten aus. Gegen diese Zielmarke gibt es jedoch erheblichen Widerstand, sowohl von Vertretern der Kommunen als auch vonseiten der Polizeigewerkschaften.