Gewalt

41-jähriger Flüchtling mit Messer angegriffen und leicht verletzt

In der von Flüchtlingen besetzten ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg ist es in der Nacht zu Donnerstag erneut zu einer Straftat gekommen.

Bei einer Auseinandersetzung von zwei Bewohnern ist in der Ohlauer Straße ein 41-Jähriger mit einem Messer leicht verletzt worden. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nach ersten Erkenntnissen waren die Männer gegen 0.30 Uhr in Streit geraten. Das Opfer wurde von seinen Kontrahenten mit einem Messer angegriffen und erlitt nach Angaben der Polizei an der Stirn eine oberflächliche Schnittverletzung. Die Wunde konnte in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden. Der 41-Jährige kannte den Angreifer nicht persönlich, beschrieb den Mann als 1,70 bis 1,80 Meter groß mit kräftiger Statur. Der Gesuchte soll eine Glatze tragen und könnte vom Erscheinungsbild aus dem Süden Afrikas stammen.

In dem seit Monaten als Flüchtlingsunterkunft genutztem Schulgebäude kam es in der Vergangenheit häufig zu Straftaten. Der schwerste Zwischenfall hatte sich dort Mitte November ereignet. Ein 20-Jähriger war auf dem Schulgelände von Mitbewohnern hinterrücks niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Täter hatte den 20-Jährigen Messerhiebe in den Kopf und in den Oberkörper versetzt. Bei der sofortigen Tätersuche in der Umgebung war ein Spezialeinsatzkommando der Polizei eingesetzt worden. Weil die Tat als versuchtes Tötungsdelikt gewertet wurde, untersuchte eine Mordkommission den Fall. Der erst 18 Jahre alte Täter konnte knapp zwei Wochen später nach einer weiteren Messerstecherei im brandenburgischen Strausberg (Kreis Märkisch-Oderland) gefasst werden. Der 18-Jährige soll sein Opfer aus Wut darüber attackiert haben, weil dieser Zigaretten und Alkohol nicht mit ihm teilen wollte und erhielt Haftbefehl.