Einigung

Koalition stimmt für umstrittene Reform der Lehrerausbildung

Die wichtigste Reform von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) stand am Donnerstag im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses zur Abstimmung.

Nach langen Auseinandersetzungen haben sich die Koalitionsfraktionen CDU und SPD nun auf die Lehrerbildungsreform geeinigt und dem neuen Gesetz mit kleinen Änderungen mehrheitlich zugestimmt. Senatorin Sandra Scheers (SPD) musste von der ursprünglichen Idee allerdings erhebliche Abstriche machen. Auf Druck der CDU soll es nun statt eines einheitlichen Bildungsganges für Sekundarschullehrer und Lehrer an Gymnasien zwei unterschiedliche Masterstudiengänge geben. Damit die verschiedenen Studiengänge auch tatsächlich von den Hochschulen differenziert ausgestaltet werden, wurde dieser Punkt jetzt noch einmal präzisiert.

Die Opposition kritisiert diese Unterteilung. „Damit wird die Schulstrukturreform wieder zurückgedreht“, sagt Stefanie Remlinger, bildungspolitische Sprecherin der Grünen. Die Unterschiedlichkeit der Schulformen werde verschärft. Die CDU betreibe Klientelpolitik für die Gymnasien und gebe einen Großteil der Jugendlichen auf, so Remlinger. Hildegard Bentele (CDU) dagegen unterstreicht, dass Sekundarschulen stärker auf die Vorbereitung für eine Berufsausbildung, das Gymnasium hingegen auf das Studium ausgerichtet sein sollten. Das müsse auch in der Ausbildung berücksichtigt werden.