Zeugenaufruf

Polizei sucht nach fremdenfeindlichem Übergriff Zeugen

Rund eine Woche nach einer fremdenfeindlichen Straftat im U-Bahnhof Seestraße in Wedding hat die Polizei am Sonntag einen Zeugenaufruf gestartet und bittet um Hinweise.

Am Sonnabend, 4. Januar, war ein 28-Jähriger in der U-Bahn-Station auf Grund seines Aussehens fremdenfeindlich beleidigt und geschlagen worden. Das Opfer hatte zunächst die Beleidigungen ignoriert und war weiter gegangen. Kurz darauf sei er nach Polizeiangaben als „Nigger“ bezeichnet worden. Daraufhin war der Angesprochene stehen geblieben, hatte sich umgedreht und wollte den anderen Mann zur Rede stellen. Doch der Täter wiederholte die Beleidigung. Der Angegriffene spuckte ihm daraufhin ins Gesicht. Der aggressive Mann spuckte zurück, woraufhin die Auseinandersetzung endgültig eskalierte.

Nach vorliegenden Erkenntnissen kam es in der Folge zu einem Gerangel auf dem Bahnsteig, bei dem dem Angegriffenen mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen wurde. Anschließend soll der Angreifer sein auserkorenes Opfer mit einem Messer bedroht haben. Im weiteren Verlauf des Streits schubste der fremdenfeindliche Angreifer den 28-Jährigen ins Gleisbett. Zum Glück konnte sich der Angegriffene sich selbst zurück auf den Bahnsteig retten, bevor der nächste Zug einfuhr. Durch die Schläge und den Sturz hatte er aber Verletzungen am Kopf und an den Beinen erlitten.

Der ebenfalls 28 Jahre alte Angreifer konnte von alarmierten Polizisten wenig später festgenommen werden. Die Beamten stellten bei ihm ein Messer sicher. Weil er geständig war, konnte er nach Aufnahme seiner Personalien gehen.

Offenbar liegen den Ermittlern nun widersprüchliche Angaben der Beteiligten zum Tathergang vor. Die Polizei fragt nun, wer die Tat im U-Bahnhof Seestraße beobachtet und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet hat. Ferner bitten die Ermittler jeden, der sachdienliche Hinweise geben kann, sich zu melden. Zeugen können sich an den Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts, Bayernring 44 in Tempelhof, unter der Rufnummer 4664-953 310 oder an jede andere Dienststelle wenden.