Fernsehen

Wolfgang und Stephanie Stumph nehmen’s leicht

Mitten im Training bricht Rollstuhlbasketballerin Maria zusammen.

Der Verdacht: Jemand hat ihr eine Giftspritze in das gelähmte Bein injiziert. Das Mädchen stirbt. Und mit ihrem, dem „Mordfall Maria“, setzen sich Wolfgang und Stephanie Stumph kommenden Sonnabend in „Stubbe – Von Fall zu Fall“ auseinander. Es wird ihr letzter Fall sein.

Seit fast 20 Jahren läuft die Kriminalreihe zur Primetime im ZDF. Nun ist nach insgesamt 50 Folgen Schluss. Im Gespräch mit der Berliner Morgenpost zeigen sich Vater und Tochter jedoch erleichtert über den Abschied. Wolfgang Stumph selbst habe entschieden, die Serie zu beenden. „Klar will der Sender, dass das weitergeht, aber das entscheide am Ende ich“, sagt er. Schon nach der 42. Folge sei ihm bewusst geworden, dass „Stubbe“ aufhören müsse. „Polizisten, die mit 66 noch Verbrecher jagen, gibt es nur im Film, im wahren Leben aber nicht“, sagt er. Auch Tochter Stephanie scheint mit dem Serienende einverstanden. „Bei mir kam in den letzten fünf, sechs Jahren immer mal wieder Unmut auf, weil ich gemerkt habe, dass ich mit der Rolle stagniere“, sagt sie. „Ich wollte mich künstlerisch verändern.“ Nun gebe es sowohl für sie als auch für die anderen Darsteller und für ihren Vater „mehr Freiräume und neue Aufgaben“.

Ein weiteres gemeinsames Projekt sei erst mal nicht geplant. „Bei Stephanie wird es hoffentlich irgendwann einmal so sein, dass sich die Leute fragen: ‚Dieser Typ da neben ihr, wer war das noch, ihr Vater?‘“, sagt Wolfgang Stumph. Und dass er kommenden Sonnabend dann vielleicht doch „zum ersten Mal ein bisschen wehmütiger“ sein wird.