Todesfall

Jugendlicher nach Stromschlag verbrannt

15-Jähriger war auf einen Kesselwagen geklettert

Ein Jugendlicher ist bei einem tragischen Unglück auf einem Güterbahnhof in Prenzlauer Berg ums Leben gekommen. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge kletterte der nach Informationen der Berliner Morgenpost 15 Jahre alte Jugendliche am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen 19 Uhr auf einen Kesselwagen. Dabei kam er mit der Oberleitung in Berührung und erlitt einen tödlichen Stromschlag. Bei der Feuerwehr war zunächst ein Alarmruf wegen eines brennenden Kesselwagens eingegangen. Vor Ort mussten die Einsatzkräfte jedoch feststellen, dass eine Person brannte. Ein Notarzt konnte nichts mehr für den Jungen tun. Er starb noch am Unglücksort. Polizeibeamte konnten noch mehrere Jugendliche festhalten, die gerade wegrennen wollten. Sie wurden am Abend befragt, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Augenzeugen zufolge war der Lichtbogen offenbar so stark, dass die Oberleitung riss. Das soll aber keine Auswirkungen auf die benachbarten Gleise der S-Bahn gehabt haben. Dennoch war der Zugverkehr zeitweise unterbrochen.

Immer wieder erleiden vor allem junge Menschen Stromschläge durch Oberleitungen. Im November starb ein 13-Jähriger im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), nachdem er wenige Tage vorher einen Stromschlag an einer Hochspannungsleitung der Bahn in Rathenow (Havelland) erlitten hatte. Der Schüler war auf einen Kesselwagen geklettert und der 15.000 Volt führenden Oberleitung zu nahe gekommen. Selbst bei einem Abstand von mehr als einem Meter kann die Hochspannung einen Lichtbogen erzeugen, der einen oft sofort tödlichen Stromschlag erzeugt. Bereits im Mai war ein neun Jahre alter Junge auf einen Kesselwagen auf dem Gelände an der Greifswalder Straße geklettert und hatte schwerste Verbrennungen erlitten.