Kino

„Medicus“ feiert Weltpremiere im Zoo Palast

Attraktive Männer bei der Verfilmung des Bestsellers von Noah Gordon

Ganze vier Besuche in den USA waren nötig, um Noah Gordon zu überzeugen. Davon, dass es möglich ist, einen Weltbestseller mit mehr als 900 Seiten angemessen zu verfilmen. Stundenlang seien die Produzenten Nico Hofmann und Wolf Bauer mit dem Schriftsteller durch den Public Garden in Boston spaziert, um ihm und seiner Tochter Lisa die Filmrechte abzuringen. Am Montagabend hatten sie dann die Chance, es allen zu beweisen – Gordon und ihren Gästen, die zur Weltpremiere von „Der Medicus“ in den Zoo Palast nach Charlottenburg gekommen waren. „Für mich ist Noah Gordon im Herzen ein Europäer, deshalb ist es toll, dass wir den Film hier das erste Mal der Weltöffentlichkeit präsentieren können“, freute sich Hofmann. Und so kam fast der gesamte Cast zur Feier nach Berlin, darunter Olivier Martinez, Stellan Skarsgård und Emma Rigby. Oscarpreisträger Ben Kingsley ließ Grüße ausrichten, er konnte nicht persönlich dabei sein. Auch Hauptdarsteller Tom Payne freute sich, in Berlin zu sein, hatte er doch bei den Dreharbeiten mit Regisseur Philipp Stölzl einige deutsche Sätze gelernt. Am liebsten hätte er „Ich habe keinen Bock mehr“ oder „Ich möchte noch ein Bier“ benutzt. Nico Hofmann prophezeit dem 30-Jährigen eine große Karriere. „Bei uns haben wirklich die Agenten der obersten Hollywood-Liga für die Hauptrolle angefragt, aber wir waren von Tom sofort überzeugt.“

Stolz sei er auch, dass Elyas M’Barek dabei ist, wo dieser doch gerade mit „Fack ju Göhte“ auf einer riesigen Erfolgswelle schwimme. Dieser bleibt aber ganz bescheiden: „4,6 Millionen Zuschauer bei ‚Göhte‘, für die Amerikaner sind das Peanuts“, sagt M’Barek. „Umso toller ist es, bei dieser internationalen Produktion dabei zu sein. Immerhin ist ,Der Medicus’ eines meiner Lieblingsbücher. Total aufregend.“

Begeistert von seiner Rolle war auch Fahri Yardim, den man als Til Schweigers Kollegen aus dem Hamburger Tatort kennt. „Ich liebe es, lustige Rollen zu spielen“, so Yadim. „Aber böse zu sein, kann sich auch echt gut anfühlen.“ Auch er lief über den roten Teppich, genau wie Maria Furtwängler, Tini Gräfin Rothkirch, Ursula Karven, Jette Joop, Natalia Wörner und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, der gemeinsam mit Jörn Kubicki zur Premiere gekommen war.