Wirtschaft

Händler setzen auf verkaufsoffenen Sonntag

Gute Umsätze schon am gestrigen Sonnabend

Bei trübem, nass-kaltem Wetter hat es am Sonnabend viele Berliner in die Einkaufsstraßen und Shoppingcenter gezogen, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Auch am heutigen zweiten Adventssonntag rechnen die Händler erneut mit starkem Andrang. Die großen Einkaufsstraßen und Center wie das Alexa oder die Potsdamer Platz Arkaden nutzen den Tag, um das Weihnachtsgeschäft weiter anzukurbeln. Die Geschäfte öffnen um 13 Uhr. Während das Forum Köpenick bereits um 18 Uhr wieder schließt, haben die Potsdamer Platz Arkaden noch eine Stunde länger offen, die Gropius Passagen sogar zwei Stunden. Auch das KaDeWe am Wittenbergplatz und die Galeria Kaufhof auf dem Alexanderplatz öffnen ihre Türen zwischen 13 und 20 Uhr. Der Einzelhandel hat sich auf den erwarteten Ansturm der Kunden gut vorbereitet. „Wir haben für die Weihnachtszeit zusätzlich 200 Kräfte eingestellt“, berichtet etwa Reinhard Schöwe, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz. Während Sturmtief „Xaver“ am Freitag noch für einen umsatzschwachen Tag gesorgt hatte, strömten dann am Sonnabend zwischen 9.30 und 22 Uhr rund 50.000 Kunden in das Traditionskaufhaus. Gefragt waren bei den Kunden vor allem Spielwaren, Parfümerie, Uhren und Schmuck sowie Weihnachtsdekoration. Für den heutigen Sonntag erwartet Schöwe ein volles Haus. „In der Öffnungszeit zwischen 13 und 20 Uhr rechnen wir mit bis zu 35.000 Kunden“, so der Geschäftsführer. Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Berliner Handelsverbandes, Nils Busch-Petersen, ist das verkaufsoffene Wochenende gut angelaufen. „Die Einzelhändler hoffen, das Vorjahresergebnis zu übertreffen“, sagte Busch-Petersen. Auch an diesem Sonnabend waren CDs, Parfums und höherpreisige Spielwaren die Verkaufsrenner. In einigen Warenhäusern waren Spielekonsolen bereits an diesem zweiten Advent Mangelware. Nach Angaben des Berliner Handelsverbandes ist der zweite Advent traditionell der verkaufsstärkste Tag im Weihnachtsgeschäft. Es werden 40 bis 45 Millionen Euro mehr Umsatz erwartet als sonst. Übrigens: Wer den heutigen verkaufsoffenen Adventssonntag verpasst hat, hat am 22. Dezember noch einmal eine Gelegenheit.

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