Stadtplanung

Senat gibt 43 Millionen Euro für Stadtteilzentren aus

Förderung soll Abwärtstrend von Einkaufsstraßen stoppen

Der Senat hat in den vergangenen fünf Jahren 43 Millionen Euro zur Aufwertung von Stadtteilzentren investiert. Das meiste Geld floss dabei mit jeweils neun Millionen Euro in die Turm- und Müllerstraße in Wedding. 8,7 Millionen Euro flossen in die Marzahner Promenade, 7,1 Millionen in die Karl-Marx-Straße, fünf Millionen in die City West und drei Millionen in die Spandauer Wilhelmstadt. Das geht aus der Antwort des Staatssekretärs für Stadtentwicklung, Ephraim Gothe, auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Burkard Dregger hervor. Das Geld leiste einen wirkungsvollen Beitrag, um eine negative Entwicklung der Stadtteile zu verhindern. „Hinsichtlich der Aufwertung des öffentlichen Raums sowie der sozialen und ethnischen Integration konnten bereits wichtige Fortschritte erzielt werden“, heißt es in der Antwort Gothes.

Allein in diesem Jahr wurden 13 Millionen Euro für die sechs genannten Stadtteile genehmigt. Das meiste Geld (35 Prozent) fließt in die Erneuerung von Grünflächen und Spielplätzen sowie der sozialen Infrastruktur (23 Prozent). Außerdem gaben die Bezirke das Geld für das Management der Geschäftsstraßen, die Verbesserung des Images und die Erneuerung der Straßen aus. Das Förderprogramm „Aktive Zentren“ besteht seit 2008 und soll die wirtschaftlichen und strukturellen Stärken ausgewählter Geschäftsstraßen ausbauen. Die Zentren sollen als Mittelpunkte der Stadtteile entwickelt werden. Im Vordergrund steht dabei die Verbesserung der Lebensqualität, die Integration von Migranten und sozial Schwächeren, der Zugang zu Bildung und ein lebendiges Kulturleben. Die Bezirke entscheiden dabei zusammen mit den Einzelhändlervereinigungen, Gewerbevereinen und Interessenverbänden wie der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) über sinnvolle Maßnahmen, die die Geschäftsstraßen aufwerten.

Durch die Zunahme des großflächigen Einzelhandels in den Einkaufscentern und ein verändertes Kaufverhalten sind alteingesessene Einkaufsstraßen in den Stadtteilen in ihrer Existenz gefährdet. Während einige Zentren, wie Tauentzien oder Friedrichstraße, trotz dieser Entwicklung stabil sind und sogar einen Aufwärtstrend erleben, verlieren andere an Bedeutung. Die Förderung soll eine Abwärtsspirale verhindern.