Serie: Weihnachtsplaner

Das Brandenburger Tor, ganz in Keramik

Wieso gibt es eigentlich keine schönen Kacheln aus Berlin?

Die Frage wollte Johannes Höper nicht aus dem Kopf gehen. Seit Jahren sammelt er Kacheln, hat sich schon viele aus Italien und Spanien mitgebracht, die alle ihren Platz an der Kachelwand in seiner Zehlendorfer Wohnung gefunden haben.

Nein, die Hauptstadt hätte da nichts Entsprechendes zu bieten, stellte er fest. „Also muss ich das wohl selbst machen“, sagte er sich 2009. Ein Nebengeschäft für Höper, der eigentlich in der internen Revision einer Forschungseinrichtung arbeitet. In Italien suchte er sich eine Meisterwerkstatt, in Berlin eine Designerin und fand sie in Patricia Blaszak, damals Studentin im Lette-Verein. Zusammen kreierten sie die „Wunderkachel“. Die ersten Motive waren schnell gefunden: das Brandenburger Tor, der Reichstag, die Museumsinsel, die Siegessäule. Inzwischen sind 21 Motive im Angebot, nicht nur von Berlin.

Die handgemachten Wunderkacheln gibt es über das Internet, in ausgewählten Hotels und Museumsshops, und manchmal verkauft Höper sie auch auf Kunstmärkten. Bis nach Kanada und Japan hat er sie schon verschickt, aber auch viele Berliner sind seine Kunden. Von ihnen kommen immer wieder neue Wünsche für weitere Motive. Ganz oben auf der Wunschliste: der Funkturm und die Oberbaumbrücke.

Mehr unter wunderkachel.de . Am 15. Dezember verkauft Johannes Höper seine Kacheln auf dem Künstlermarkt am Mexikoplatz. Die Motive in 10 x 10 Zentimeter gibt es für 14,50 Euro, in 10 x 15 für 16,90 Euro.