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Keine finanziellen Vorteile durch Austrittsgebühr

Die Kirchen haben sich in die Debatte über die vom Senat geplante Verwaltungsgebühr beim Kirchenaustritt eingeschaltet. Die angestrebte Gebühr von 30 Euro werde nicht von den Kirchen erhoben und fließe ihnen auch nicht zu, betonten am Donnerstag das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Vielmehr erstatteten sie dem Staat die Verwaltungskosten für den Einzug der Kirchensteuer, erklärten die Kirchen. Dafür erhielten die Finanzbehörden 2,5 Prozent der Einnahmen aus der Kirchensteuer. Der Senat hatte im Mai einen Gesetzentwurf zur Gebühr beschlossen und im Abgeordnetenhaus eingebracht. Eine vergleichbare Regelung gibt es bereits in allen Bundesländern außer Berlin, Brandenburg und Bremen. Bundesweit betragen die Kosten zwischen 10 und 60 Euro.