Stadtplanung

Tempelhofer Feld: Bezirk will Planungen des Senators aussetzen

Die Pläne des Stadtentwicklungssenators, auf dem Tempelhofer Feld Tausende von Wohnungen und die neue Landesbibliothek zu errichten, stoßen in Tempelhof-Schöneberg auf Kritik.

Grüne und CDU empfehlen dem Bezirksamt, sich beim Senat für ein Moratorium einzusetzen. Über einen entsprechenden Antrag sollen am Mittwoch, 20. November, die Bezirksverordneten abstimmen. CDU und Grüne haben mit 34 der 55 Stimmen die Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung. Sie fordern, dass Planungen und Umsetzungen so lange ausgesetzt werden, bis das Volksbegehren oder der Volksentscheid „100% Tempelhofer Feld“ abgeschlossen sind. Der Planungsstopp soll auch für den Bau des Wasserbeckens und des Erdwalls gelten.

„Wir fordern ein ergebnisoffenes, transparentes Bürgerbeteiligungsverfahren nach zeitgemäßen Standards“, sagten die Fraktionsvorsitzenden Jörn Oltmann (Grüne) und Ralf Olschewski (CDU). Es müssten Alternativen zur Bebauung diskutiert werden. Das Wiesenmeer biete nicht nur einen „einzigartigen Reichtum der Stadtnatur“, die Menschen hätten diese Fläche längst, so wie sie ist, ins Herz geschlossen. Engagierte Bürger, Umweltverbände und die drei anliegenden Bezirke sollten deshalb als gleichberechtigte Partner gemeinsam mit dem Senat einen „tragfähigen gesellschaftlichen Konsens erarbeiten“.