Unfall

Betrunkener 19-Jähriger rast mit dem Auto in eine Bank

Von diesen Bildern gab es etliche in den vergangenen Monaten: Ein Auto steckt in einer zerstörten Schaufensterscheibe, vorzugsweise bei Banken, Juwelieren und Pfandleihhäusern.

Meistens folgt zum Bild die Meldung, Unbekannte seien mit einem gestohlenen Wagen in das Geschäft gerast, hätten dann die Auslagen gestohlen oder versucht, den demolierten Geldautomaten zu knacken und seien in einem anderen Auto geflohen. Nicht so am frühen Sonntagmorgen in Moabit.

Gegen 1:30 Uhr krachte der silberfarbene Audi in das Schaufenster einer Bankfiliale an der Turmstraße. Augenzeugen sollen laut Polizei ausgesagt haben, der Wagen sei mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Turmstraße unterwegs gewesen und habe dann nach links in die Gotzkowskystraße abbiegen wollen. Doch das ging schief. Der Fahrer, ein 19-Jähriger, verlor die Kontrolle über das Auto und raste in die Bankfiliale. Dabei wurden er und seine beiden 18 und 20 Jahre alten Mitfahrer leicht verletzt, einer von ihnen kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Angaben zu seiner Person verweigerte der Fahrer, als die Polizei eintraf. Stattdessen verhielt er sich aggressiv und ging offenbar drohend auf die Beamten los, sodass diese ihm schließlich Handschellen anlegten. Eine Alkoholmessung ergab dann bei ihm 1,8 Promille. „Nach richterlich angeordneter Blutentnahme in einer Gefangenensammelstelle konnte sich der junge Mann bei einem Spaziergang nach Hause etwas abkühlen“, meldet die Polizei am Sonntag. Mit der Blutprobe soll der Alkoholeinfluss exakt nachgewiesen werden. Den Führerschein des 19-Jährigen hat die Polizei beschlagnahmt.