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Gedenken: Hunderte erinnern in Berlin an Opfer der NSU-Mordserie ++ Trauer: Woelki: Anonyme Bestattung verhindert Gedenken ++ Brandstiftung: Erneut mehrere Autos in Berlin angezündet ++ Komasaufen: 14-Jähriger mit 2,9 Promille ins Krankenhaus eingeliefert

Hunderte erinnern in Berlin an Opfer der NSU-Mordserie

Fast zwei Jahre nach dem Bekanntwerden der Mordserie des rechtsextremen NSU haben etwa 1000 Menschen der Opfer gedacht. Sie versammelten sich am Sonnabend in Tempelhof, um zum Brandenburger Tor zu laufen. Am 4. November 2011 hatten sich die beiden NSU-Mitglieder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in einem Wohnmobil in Eisenach erschossen. Dies hatte die Aufklärung ins Rollen gebracht. Das rechtsextreme Trio soll zehn Morde begangen haben.

Woelki: Anonyme Bestattung verhindert Gedenken

Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich gegen den Trend zu anonymen Bestattungen gewandt. Wer sich so beisetzen lasse, sei „dem Gedenken der Gemeinschaft entzogen“, sagte er am Sonnabend im RBB-Hörfunk. „Es gibt keinen Ort für das Grablicht“, so Berlins Erzbischof. „Die Enkel wissen nicht, wo die Großmutter beerdigt ist. Sie können keine Blumen aufs Grab stellen.“ Friedhöfen sei anzusehen, ob sie ein Ort seien, „an dem Lebende und Tote sich treffen, oder eine letzte Deponie“.

Erneut mehrere Autos in Berlin angezündet

Unbekannte haben erneut mehrere Autos angezündet. Drei Wagen in Marzahn, Spandau und Lankwitz gingen in der Nacht zum Sonnabend in Flammen auf, zwei in der Nähe parkende Autos wurden durch die Brände beschädigt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Eine politische Motivation sei nicht erkennbar. In den vergangenen Wochen zündeten Unbekannte immer wieder Autos in der Hauptstadt an. Täter wurden bisher nicht gefasst.

14-Jähriger mit 2,9 Promille ins Krankenhaus eingeliefert

Er war ohne Orientierung, hatte eingenässt und konnte nicht mehr sprechen: Ein 14-Jähriger ist mit 2,9 Promille ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, fand ein Passant den Jugendlichen am Freitagabend in Friedrichshain. Der 14-Jährige lag auf dem Gehweg an der Andreas- Ecke Singerstraße. Rettungskräfte brachten den Jugendlichen mit seiner starken Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Die Mutter wurde verständigt.