Ruhestätte

Bestattung unterm Baum: Erster Berliner Friedwald in Pankow

Erstmals können sich Berliner auch in der Hauptstadt an den Wurzeln alter Bäumen zur letzten Ruhe betten lassen.

Dafür stehen drei Hektar Kastanien- und Ahornwald in Pankow zur Verfügung, teilte die Friedwald GmbH als Anbieter am Freitag mit. Die alternative Bestattungsform ist ein gemeinsames Angebot mit der Evangelischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus. Ihren Baum können sich Interessierte bereits zu Lebzeiten aussuchen. Große Teile des Geländes stehen unter Naturschutz.

Friedwälder gibt es inzwischen an rund 50 Standorten in Deutschland, darunter auch bei Bernau und Fürstenwalde in Brandenburg. Die Asche Verstorbener ruht dabei in biologisch abbaubaren Urnen nahe an den Baumwurzeln. Ein Nutzungsrecht für zwei Grabstellen kostet rund 1000 Euro. Kosten für die Beisetzung werden zusätzlich nach der Friedhofsgebührenordnung erhoben. Grabpflege ist nicht nötig. Das Friedwald-Konzept gibt es seit November 2001.

In vielen Friedwäldern gibt es Familien- oder Freundschaftsbäume. Sie können einer ganzen Familie, einem Freundeskreis mit bis zu zehn Personen oder aber auch einer Einzelperson als Ruhestätte dienen und für die Dauer von bis zu 99 Jahren erworben werden. Die Preise pro Familien- oder Freundschaftsbaum sind abhängig von Stärke, Art und Lage des Baumes.