Unfall

Polizei und Feuerwehr befreien 67-Jährigen aus Zugtoilette

Ganze 30 Minuten lang ist ein Mann am Montag auf einer Zugtoilette eingesperrt gewesen. Der 67-Jährige war im Regionalexpress Richtung Brandenburg unterwegs. Gegen 10 Uhr suchte er die Toilette im Zug auf. Abschließen ließ sich die Tür offenbar problemlos, nur das Öffnen gelang plötzlich nicht mehr.

Der 67-Jährige machte sich in seiner misslichen Lage bemerkbar, doch auch herbeigerufene Bahnmitarbeiter konnten ihm nicht helfen. Sie alarmierten die Bundespolizei, die am Bahnhof Zoo daraufhin die Weiterfahrt des Zuges verzögerte. Auch die Polizeibeamten versuchten sich an der Toilettentür – jedoch ebenfalls ohne Erfolg. Schließlich musste die Feuerwehr anrücken und den Mann mit ihren Werkzeugen aus der Zugtoilette befreien.

Angesichts des Aufwands, der aufgewendet werden musste, um die kaputte Tür zu öffnen, ging die Aktion von Polizei und Feuerwehr noch recht schnell: Rund 15 Minuten musste der Regionalexpress am Bahnhof Zoo stehen bleiben. Der Vorfall führte jedoch dazu, dass der Betriebsablauf gestört wurde. Insgesamt verspäteten sich den Angaben zufolge drei Züge um 35 Minuten.

Grund für den Zwischenfall sei ein technischer Defekt am Türschloss gewesen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstag. „Das Schloss wird umgehend ausgetauscht.“ Grundsätzliche bekannte technische Probleme mit der Türverriegelung gebe es jedoch nicht. „Fälle wie dieser sind bedauerlich, aber sehr, sehr selten“, so der Sprecher.

Seltene Fälle

Dass die Bundespolizei, in deren Zuständigkeit Einsätze bei der Bahn fallen, wegen Zwischenfällen in Zugtoiletten eingreifen muss, wird tatsächlich nicht allzu häufig bekannt. Anfang des Monats hatten beispielsweise zwei junge Männer eine Toilette im Regionalexpress zwischen Spandau und Nauen in Brand gesetzt. Probleme mit einer klemmenden Klotür gab es zuletzt im vergangenen Winter, als am Ostbahnhof eine Chinesin auf einer Regionalzugtoilette festsaß. Bundespolizisten traten die Tür einfach ein.