Arbeitsmarkt

Die „Generation Z“ lässt sich nichts mehr gefallen

Stellenforum der Berliner Morgenpost zu Personal

Die Unternehmen müssen sich auf eine neue Generation von Mitarbeitern einstellen. Nach einer Phase karriereorientierter Berufseinsteiger, drängt jetzt die „Generation Z“ ins Berufsleben. Christian Scholz, Professor für Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes, überraschte die Gäste des diesjährigen Stellenforums der Berliner Morgenpost am Donnerstag im Axel-Springer-Haus mit verblüffenden Erkenntnissen über die neue Generation. Geprägt von vielen schlechten Nachrichten aus der Welt der Wirtschaft, der gravierenden Finanz- und Eurokrise und Meldungen über Massenentlassungen im Namen der Nachhaltigkeit, wie zuletzt bei Siemens, hätten die Nachwuchskräfte skeptisch gemacht. „Seit ein, zwei, drei Jahren bewegt sich was“, sagte Scholz vor rund 150 Personalfachkräften der Wirtschaft. Die jungen Menschen streben demnach keine emotionale Bindung mehr an ihren Arbeitgeber an, sondern betrachteten ihn als ein „notwendiges Übel“. Ihr Selbstbild sei sehr stark vom Realismus geprägt. Die Vorstellung, dank Smartphones und Laptops permanent verfügbar zu sein, sei zwar ein Traum für Arbeitgeber, aber für die neue Generation ein Gräuel. Stattdessen stehe für sie die Trennung von Arbeit und Privatleben im Vordergrund. Unternehmen müssten sich Umgang mit Personal auf massive Veränderungen einstellen, oder, wie Scholz es pointiert formulierte: „Das Konzept: ‚Ich Chef, Du dummer Mitarbeiter’ geht nicht.“