Friedrichshain

Mann vor Spätkauf überfallen: Täter erbeuten Flaschenpfand

Innerhalb weniger Stunden sind in Berlin gleich zwei Menschen Opfer brutaler Raubüberfälle geworden.

Beide Männer mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. In der Nacht zu Sonnabend wurde um kurz nach Mitternacht der bescheidene Erlös aus der Rückgabe von Pfandflaschen einem 34-Jährigen in Friedrichshain zum Verhängnis. Unmittelbar nachdem der Mann einen Spätkauf an der Warschauer Straße verlassen hatte, wurde er von zwei Unbekannten angehalten und zur Herausgabe des Pfandgeldes aufgefordert. Als er sich weigerte, schlug ihn einer der Täter mit einem Schlagstock nieder. Anschließend traten die Unbekannten so massiv auf den Kopf und den Oberkörper des am Boden liegenden ein, bis dieser das Bewusstsein verlor. Erst als mehrere Passanten dem Opfer zu Hilfe eilten, flüchteten die Angreifer unerkannt. Der 34-Jährige erlitt Kopf- und Gesichtsverletzungen.

Wenige Stunden zuvor schlugen in einem S-Bahnwagen der Linie S 25 zwei 22 und 21 Jahre alte Männer ohne Vorwarnung auf einen Fahrgast ein und forderten ihn zur Herausgabe seiner Brieftasche auf. Dem 40-Jährigen gelang es trotz seiner Verletzungen, im S-Bahnhof Gesundbrunnen aus dem Zug zu flüchten und die Polizei zu alarmieren. Die Beamten nahmen die Täter kurz darauf noch im Bahnhof trotz heftiger Gegenwehr fest. Die Überprüfung der Angreifer ergab, dass gegen den 22-Jährigen ein Haftbefehl bestand. Der 21-Jährige war wegen eines früheren Raubdeliktes zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Beide Männer wurden festgenommen, das Opfer kam in ein Krankenhaus.