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Tödliche Beziehungen

Erschlagen Dem Mord an einer 34-Jährigen vor wenigen Tagen in Spandau ist nach ersten Ermittlungen ein Beziehungsstreit vorausgegangen. Ein 29 Jahre alter Marokkaner soll seine Freundin erschlagen haben. Danach floh er nach Frankreich und stellte sich der Polizei in Paris. Französische Behörden hatten daraufhin die Berliner Polizei von dem Verbrechen in Kenntnis gesetzt. Beamte fanden Sandra A. tot in ihrer Wohnung. Der mutmaßliche Täter wird in den nächsten Tagen nach Berlin gebracht.

Erschossen Mitte September kommt es in Charlottenburg zu einem Mord. Vermutlich auch aus Eifersucht. Bei dem Verbrechen erschießt ein 68-Jähriger seine 20 Jahre jüngere Ex-Partnerin. Der Mann lebte in Eisenhüttenstadt, besuchte seine Freundin trotz Trennung aber regelmäßig. Zum Zeitpunkt der Todesschüsse hielten sich neben dem Ex-Partner auch ein 61 Jahre alter Mann in der Wohnung auf. Bei ihm soll es sich um den aktuellen Lebensgefährten der toten Frau gehandelt haben.

Motive Bei Beziehungstaten mit tödlichem Ausgang sind 80 Prozent der Täter Männer. Der mit Abstand häufigste Grund für eine Gewalttat ist das Nichtverkraften einer Trennung. Bei sehr vielen Taten und der vorangegangenen Entwicklung ist Alkohol im Spiel. Frauen werden in den meisten Fällen erst dann gewalttätig, wenn sie sich gegen einen gewalttätigen Partner wehren wollen und keine andere Möglichkeit mehr sehen. Für Mord unter Ehe- oder Lebenspartnern gibt es den Begriff Intimizid.