Verkehr

Endstation Bielefeld: Bahn bittet Fahrgäste zum Ausstieg

Für etwa 50 Fahrgäste eines ICE von Berlin nach Köln war am Sonntag schon in Bielefeld vorläufig Endstation.

Wie ein Bahnsprecher am Montag bestätigte, war der ICE-Doppelzug nach dem langen Wochenende am Nachmittag derart mit Reisenden und Gepäck überfüllt, dass der Zugbegleiter die Sicherheit gefährdet sah. Weil in Bielefeld weitere Passagiere mit Sitzreservierung warteten, forderte ein Bahn-Mitarbeiter deshalb per Lautsprecherdurchsage Fahrgäste ohne Platzkarte auf, den Zug zu verlassen. „Sehr viele Kurzurlauber waren auf der Rückreise aus Berlin unterwegs, die Gänge und Einstiegstüren teilweise völlig blockiert“, begründete der Bahnsprecher die ungewöhnliche Maßnahme. Eine „Zwangsräumung“, von der in Medienberichten die Rede war, dementierte er hingegen. Die Bundespolizei sei zwar mit einigen Beamten vor Ort gewesen, habe aber nicht eingreifen müssen, weil genügend Fahrgäste freiwillig ausgestiegen seien. Sie mussten auf den nächsten ICE warten oder eine andere Verbindung nutzen. Als Wiedergutmachung erhielten sie Reisegutscheine im Wert von 25 Euro.