Verwaltung

IHK fordert Personalvorstand für Berlins öffentlichen Dienst

Die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) sorgt sich um Berlins Verwaltung: Überalterung, hoher Krankenstand und zunehmender Fachkräftemangel würden die Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes gefährden.

Die IHK hat dazu am Dienstag ein Positionspapier veröffentlicht, einen Handlungsleitfaden für ein effizientes Personalmanagement in Berlin. Zentrale Elemente sind die Forderungen nach einer strukturellen Personalbedarfsplanung und der Einsetzung eines Personalvorstandes.

Das neue Papier stellt fünf vordringliche Handlungsfelder des Personalmanagements in den Mittelpunkt. Diese sind die richtige Einschätzung des Personalbedarfs, die Erhöhung der Gesundheitsquote, die Herstellung generationsübergreifenden Wissenstransfers, die Intensivierung der Personalentwicklung und die Erhöhung der Attraktivität des Arbeitgebers Verwaltung. Auf Senatsebene, in den Bezirken und auch in anderen Städten gebe es dazu gute Ansätze, deren flächendeckender Einsatz in Berlin geprüft werden sollte, heißt es.

Das Personal müsse unter Qualitätsaspekten und nicht mehr nur unter Kostengesichtspunkten betrachtet werden, fordert IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder. Die stärkere zentrale Koordination von Verwaltungsverfahren schaffe einen effizienteren Personaleinsatz. Gutes Beispiel sei die Wohnungsbauleitstelle bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Das Personalmanagement verlange zudem die volle Aufmerksamkeit des verantwortlichen Senators. „Dass ein Arbeitgeber mit 100.000 Beschäftigten keinen zentralen Personalchef hat, wäre in der Wirtschaft undenkbar“, so Eder.