Attacke

Verwirrter Mann prügelt auf Mutter und Kleinkind ein

Täter tritt der 32-Jährigen auch in den Unterleib

Ein offenbar geistig verwirrter Mann hat am Freitagabend auf eine Mutter und ihr Kleinkind eingeschlagen und beide verletzt. Die brutale Tat ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 17.30 Uhr an der Rennbahnstraße in Weißensee. Dort war das spätere Opfer, eine 32 Jahre alte Frau, mit ihrem eineinhalb Jahre alten Sohn unterwegs. Als sich Mutter und Kind in Höhe der Roelckestraße befanden, kam ihnen der 26 Jahre alte Täter entgegen. Völlig unvermittelt schlug er plötzlich auf die 32-Jährige ein. Dann attackierte er auch ihren Sohn. Die Schläge gegen die Mutter waren so heftig, dass sie zu Boden ging. Doch auch als sie auf dem Gehweg lag, ließ der Täter nicht von ihr ab. Mehrfach soll er seinem wehrlosen Opfer in den Unterleib getreten haben, berichtete ein Polizeisprecher.

Passanten beobachteten die Attacke und alarmierten die Polizei. Kurz darauf wurde der Täter festgenommen. Da er einen verwirrten Eindruck machte, brachten ihn die Beamten in ein psychiatrisches Krankenhaus und gaben ihn in die Obhut eines Arztes. Gleichwohl wurde gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Die Mutter und ihr Sohn, der eine Platzwunde an der Lippe erlitten hatte, mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Trotz der Tritte in den Unterleib soll auch die Mutter keine schweren Verletzungen davongetragen haben. Wie der Gesundheitszustand der beiden am Tag nach der Attacke war, konnte die Polizei nicht mitteilen.

Zuletzt hatte ein geistig verwirrter Mann im Juni eine Krankenschwester in Charlottenburg niedergeschlagen und schwer verletzt. Der 30 Jahre alte Täter war in der Nacht in die Erste Hilfe eines Krankenhauses eingeliefert worden, lehnte eine Behandlung jedoch ab und verließ die Station. Kurz darauf erschien er auf einer anderen Station, sprach eine 24 Jahre alte Krankenschwester an und schlug ihr, als sie sich umdrehte, mehrfach mit einem Hammer gegen den Kopf. Die Frau stürzte und versuchte, weitere Attacken des Mannes mit ihren Armen abzuwehren. Dabei stürzte auch der Täter, doch er rappelte sich wieder auf und rannte davon. Polizisten suchten das Krankenhaus kurz darauf erfolglos nach ihm ab. Ein Spezialeinsatzkommando überwältigte den 30-Jährigen später in seiner Wohnung in Spandau und nahm ihn fest.