Bildungsangebote

Wilde Blüten in der privaten Bildungslandschaft

Am Potsdamer Platz werden vielfältige Konzepte für den Nachwuchs präsentiert

Er hat seit mehr als einem Jahrzehnt Tradition: Der „Tag der Freien Schulen“, der am morgigen Wahlsonntag zum „Markt der Möglichkeiten“ am Potsdamer Platz einlädt. Beim Marktbummel können sich Besucher über die Bildungsangebote von mehr als 60 allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft informieren. „Sie haben die Wahl“ ist das Motto dieser – nicht politischen – Veranstaltung. Initiator ist die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Schulen in freier Trägerschaft Berlin“. Als Interessenvertreter der Nichtstaatlichen sorgte die AG bereits in den zurückliegenden elf Jahren augenzwinkernd mit hintergründigen Titeln ihrer Aktionen erfolgreich für öffentliche Aufmerksamkeit.

„Wir sind ein selbstverantwortlicher Teil der Bildungsgesellschaft“, betont Andres Wegener, der als Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Privatschulen (VDP) und Geschäftsführer der Privaten Kant-Schule e.V. die Koordination in der AG übernommen hat. Ob evangelische, katholische oder jüdische Schule, Waldorf-, Alternativ- oder Sonderpädagogik-Schule – nicht das Werben von Schülern, sondern die Zusammenarbeit sowie die Präsenz von Vielfalt und Qualität privater Bildungseinrichtungen stünden im Vordergrund der Aktion. So sollte sich auch die Frage der Schulwahl nach dem Bildungsangebot und nicht nach der Trägerschaft entscheiden. Bemerkenswert ist das Interesse an Schulen in freier Trägerschaft. Das bestätigt die wachsende Zahl der Privatschüler in Berlin, die noch vor zehn Jahren bei fünf Prozent lag, doch inzwischen auf knapp elf Prozent gestiegen ist.

„Seine Kinder auf eine Freie Schule zu schicken, ist immer ein aktiver Weg, bei dem Eltern die Initiative ergreifen müssen“, sagt Wegener. Der erste Schritt auf diesem Weg: Information. Wie wichtig diese ist, wissen Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, und Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, die Schirmherren der Veranstaltung.

Rund um den „Tag der Freien Schulen“, dessen Angebote im Grunde eine Veranstaltungsreihe über mehrere Wochen sind, ranken sich jede Menge Aktionen. So präsentieren sich noch bis Ende September 30 Schulen, die sich vor Ort Schülern und Eltern vorstellen.

Eine Informationsbroschüre gibt Interessierten eine Übersicht zu den Schulen. Kurzporträts liefern zudem eine Auskunft über die Schulvielfalt und helfen, sich darin zu orientieren sowie sich mit den einzelnen Konzeptionen auseinander zu setzen.

Markt der Möglichkeiten, 22. September, 11 bis 19 Uhr, Untergeschoss, Potsdamer Platz Arkaden