Preisverleihung

Integrationswohnhaus für Roma in Neukölln ausgezeichnet

Ein Roma-Wohnprojekt in Berlin-Neukölln ist am Freitag mit dem Julius-Berger-Architekturpreis ausgezeichnet worden.

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung würdige das unternehmerische Engagement der katholischen Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, teilte der Baukonzern Bilfinger als Preisstifter mit. Der Preis wurde erstmals verliehen.

Die Aachener Wohnungsgesellschaft hatte in den Jahren 2011 und 2012 acht Mietshäuser im Problemviertel Harzer Kiez saniert und für Sinti und Roma aus Rumänien geöffnet. Die Menschen hatten dort zuvor unter widrigsten Umständen gelebt. Knapp 600 Menschen leben heute in den 137 Wohnungen in den weiß verputzten Häusern an der Harzer Straße 64–67, etwa 500 davon sind Roma und Sinti.

Im Arnold-Fortuin-Haus leben heute rund 500 Sinti und Roma. Für sie gibt es außerdem in dem Wohnprojekt verschiedene soziale und kulturelle Angebote. Die Aachener Gesellschaft habe „großes unternehmerisches Engagement bewiesen und einen wichtigen Anstoß zur Entwicklung eines Problembezirks gegeben“, hieß es in der Begründung zur Preisverleihung.

Bilfinger verleiht den Preis zum ersten Mal. Er soll an den deutsch-jüdischen Bauunternehmer Julius Berger (1862–1943) erinnern. Geehrt werden damit künftig alle drei Jahre mutige unternehmerische Initiativen zur Stadtentwicklung Berlins.