Eröffnung

Feuerwehrakademie übt in selbst gebauter neuer Rettungsarena

Eigentlich sei das Bauwerk eine Art „Legosystem für Erwachsene“, sagte Landesbranddirektor Wilfried Gräfling bei der Eröffnung der „Such- und Rettungsarena“ der Feuerwehr-Akademie in Schulzendorf.

Der Name Arena ist in der Tat etwas irre führend – sechs gestapelte knallrote Übersee-Container hat die Feuerwehr am Mittwoch für ihre Ausbildungsakademie in Betrieb genommen.

In zwei Jahren Bauzeit wurden die Container zusammengeschweißt, mit Treppen und Fenstern versehen von Ausbildern und Auszubildenden selbst. Nun sollen die Container Wohnungen simulieren – es wurden Wände eingezogen und Balkone angebaut –, in denen jährlich 120 Anwärter etwa das Absuchen verrauchter Räume nach bewusstlosen Personen üben können. Zur Einweihung mit Gräfling und Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) führten die Auszubildenden eine Übung vor.

Bisher hatte die Akademie nur einen 30 Jahre alten Steigeturm oder gar die eigenen Büroräume für Simulationen zur Verfügung. Die Idee, Container zu kaufen und zu einem „Haus“ zusammen zu bauen, entstand aus der Not heraus. Die Feuerwehrakademie soll nach Plänen der Innenverwaltung eigentlich auf das Gelände des Flughafens Tegel umziehen – aber solange der noch in Betrieb ist, können diese Nachnutzungspläne nicht verwirklicht werden. Es musste also eine mobile Lösung her, die irgendwann mit umziehen könnte. Die Eigenleistung beim Bau sparte laut Feuerwehr zudem Geld. 80.000 Euro hat die Arena gekostet. „Ich hoffe, ich erlebe in meiner Dienstzeit, also in den nächsten fünf Jahren, noch den Umzug nach Tegel“, sagte Gräfling.