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Asyl: Fehlende Informationen

Pro Asyl Die Zahl der Flüchtlinge ist in den vergangenen Monaten wieder deutlich gestiegen. Für die Unterbringung in Notunterkünften machen die Menschenrechtler von ProAsyl die Behörden verantwortlich. Sie hätten die Plätze am historischen Tiefstand von 2007 bemessen. Dennoch: Alle großen Parteien haben deutlich gemacht, dass sie hinter dem Grundrecht auf Asyl stehen.

Anwohner Der Berliner Jesuitenpater Ludger Hillebrand hat politische Konsequenzen aus dem Konflikt über das Flüchtlingsheim in Hellersdorf gefordert. Anwohner müssten in solchen Fällen vorweg besser informiert werden, sagte er am Donnerstag. Zudem begrüßte er den Vorschlag, Bannmeilen um die Heime auszuweisen, um Flüchtlinge vor rechtsextremistischen Übergriffen noch besser zu schützen.

Prognose Der Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer befürchtet mit Blick auf die Proteste gegen das Asylbewerberheim eine Radikalisierung des Streits über die Asylpolitik in den nächsten Jahren. Durch die Anonymität des Internets würden Strategien der Mobilisierung möglich, die kaum noch zu beherrschen seien, sagte der Soziologe. Das Phänomen sei eine „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“.