Kriminalität

Maskierte Täter sprengen Geldautomaten

Heftige Detonation in Schöneberger Bankfiliale

Schon wieder haben Unbekannte einen Bankautomaten in Berlin gesprengt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, waren Anwohner am Bayerischen Platz im Morgengrauen von einem lauten Knall aufgeschreckt worden. Anschließend stürmten nach Angaben mehrerer Zeugen drei Maskierte aus der Bank, sprangen in ein Auto und rasten davon. Die Detonation war so heftig, dass nicht nur die beiden Geldautomaten zerstört wurden – auch der Vorraum der Bank in Schöneberg wurde verwüstet. Nach ersten Erkenntnissen hatten die Täter Gas in die Geräte eingeleitet, dann entzündeten sie das explosive Gemisch. Wie viel Geld die Unbekannten erbeuteten, konnte die Polizei nicht sagen. Bereits am Montag und Dienstag waren in Berlin Geldautomaten gesprengt worden. Ob eine Bande dahinter steckt, oder die Täter mit zahlreichen anderen in jüngster Zeit in Berlin verübten Sprengstoffanschlägen auf Geldautomaten in Verbindung gebracht werden können, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Zuständigkeit hat ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes übernommen.

Gerade in den vergangenen Monaten registrierte die Berliner Polizei eine auffällige Häufung derartiger Taten. Die Täter sind nach Erkenntnissen der Ermittler hervorragend organisiert und arbeiten ebenso schnell wie rücksichtslos. In verschlossene Bankfilialen dringen sie häufig ein, indem sie mit einem Fahrzeug die Glasfront durchbrechen. Genau so schnell wie sie gekommen sind, verschwinden sie mit den Geldkassetten aus den zerstörten Automaten. Der Nutzen solcher Taten wird von Bankexperten allerdings als eher gering bezeichnet. Nahezu sämtliche Geldinstitute versichern, dass ihre Geldkassetten in den Automaten mit Farbpatronen ausgestattet sind, die beim Versuch der gewaltsamen Öffnung eine ätzende Flüssigkeit verströmen und sämtliche Scheine unbrauchbar machen.